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27.10.2014 - Reutlinger Nachrichten

Ehrungen verdienter Naturtheater-Akteure sind alles andere als trocken. Bester Beweis war die gestrige Matinee im Spitalhofsaal. Da wurde nicht nur ausgezeichnet, sondern auch rezitiert, gesungen und gerungen.

Auftritt des Kindertheater-Ensembles mit einer musikalischen Einlage und Liedern aus

Auftritt des Kindertheater-Ensembles mit einer musikalischen Einlage und Liedern aus "Der kleine Vampir".

Dichterwettstreit reloaded

JAN ZAWADIL

 

Was wäre das Naturtheater ohne seine Schauspieler, all die helfenden Hände im Hintergrund oder die Unterstützer? - Nichts. Weil es aber zahlreiche Enthusiasten sind, denen in ihrer Freizeit die Bretter der Welt alles bedeuten, war die neuerliche Ehrungsmatinee gestern im Spitalhofsaal weit mehr als bloße Pflicht.

 

Dementsprechend war es eine Kür. Denn Ehrungen des Naturtheaters sind alles andere als trockene Kost und vielmehr eine heitere, amüsante und charmante Zusammenkunft, bei der deutlich wird, weshalb die Bühne im Wasenwald so erfolgreich ist.

 

Ehre, wem Ehre gebührt - unter anderem für 30 Jahre aktive Tätigkeit wurden ausgezeichnet: Sabine Anlauf (2. von links), Naturtheater-Vorsitzender Rainer Kurze (Mitte) und Sabine Schanz (2. von rechts). Mit den Geehrten freuten sich die stellvertretende Vorsitzende des Naturtheaters, Bärbel Mauch (links) sowie Lars Sörös-Helfert, Vizepräsident des Landesverbands Amateurtheater Baden-Württemberg. Fotos: Jan Zawadil

Holger Schlosser

Holger Schlosser

Uwe Rittmann

Uwe Rittmann

Während das Kindertheater-Ensemble deshalb mit Musik aus "Der kleine Vampir" ordentlich Schwung ins ehrwürdige Gemäuer brachte und Naturtheater-Urgestein Werner Johst mit seinen 85 Jahren leicht und locker aus Gerhard Hauptmanns "Die versunkene Glocke" rezitierte, war es dann die Fortsetzung des Dichterwettstreits zwischen Holger Schlosser und Uwe Rittmann, der mit Tiergedichten unter anderem von Ringelnatz, Morgenstern oder Kästner für Kurzweil sorgte. Denn nachdem die erste Auflage im vergangenen Jahr unentschieden ausgegangen war, wollten die beiden endlich wissen, wer der Bessere von ihnen ist.

 

Trotz aller Überzeugungsversuche und -kunst entschied Lars Sörös-Helfert, Vizepräsident des Landesverbands Amateurtheater Baden-Württemberg, auf ein neuerliches Patt, so dass eine weitere Auflage im kommenden Jahr wohl unumgänglich, dafür bei den Gästen umso willkommener sein dürfte. Und nachdem der Wettstreit scheinbar kaum zu überbieten war, schaffte es Carolin Olbricht mit dem Lied "Kampf dem Mann" aus dem Musical "Kiss me, Kate" trotzdem noch eins draufzusetzen.

 

"Mit einem großen Teil Eurer Freizeit leistet Ihr einen wichtigen Beitrag zur Kulturarbeit", erklärte der Naturtheater-Vorsitzende Rainer Kurze gestern. Dass nämlich 30 000 Besucher zur Freilichtbühne oder in die Säle kommen, sei nur durch die Mitglieder sowie deren ehrenamtliches Engagement möglich. Deshalt seien die Menschen das wichtigste Gut des Naturtheaters. Sie machten sich um das Gemeinwohl verdient - und das ohne Profitdenken und ohne Egoismus.




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