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31.03.2012 - Reutlinger General-Anzeiger

Ein echter »Kleiner Onkel«

HINTER DEN KULISSEN - Naturtheater Reutlingen


Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Pippi Langstrumpf, dem kleinen starken Mädchen, das allein in der Villa Kunterbunt wohnt. Doch halt! Ist sie wirklich allein? Nein, denn sie hat zwei tierische Freunde: den Affen Herr Nilsson und das Pferd Kleiner Onkel.


Nicht zum ersten Mal wird die Geschichte von Pippi Langstrumpf beim Naturtheater Reutlingen aufgeführt, und nicht zum ersten Mal ist da der Wunsch des Regisseurs, des Ensembles und natürlich vieler großer und kleiner Zuschauer nach einem »echten« Tier auf der Bühne.


Das Naturtheater Reutlingen kann auf eine gute Zusammenarbeit mit lokalen Einrichtungen blicken, die teilweise seit vielen Jahren besteht. Mit der Bruderhaus-Diakonie verbindet den Theaterverein nicht nur die räumliche Nähe, gehören doch Bewohner und Mitarbeiter der Stiftung zu den treuen und langjährigen Besuchern der Aufführungen im Wasenwald.


Schon vor vielen Jahrzehnten spielte ein Ochsengespann des Hofguts Gaisbühl auf der Freilichtbühne mit. Und beim »Glöckner von Notre Dame« war es eine Ziege, die für ihr Schauspieltalent gelobt wurde …

 

In diesem Jahr nun wird es ein Pferd sein. Und dies ist eine besondere Herausforderung, denn in jeder Vorstellung sitzen viele Hundert meist kleine beziehungsweise junge Zuschauer, die ihrer Begeisterung oft lautstark Ausdruck verleihen. Und auch auf der Bühne geht es nicht unbedingt leise zu. Die etwa 35 Darsteller – auch sie eher jünger und temperamentvoll – wirbeln umher und nehmen teil an Pippis Streichen und Abenteuern. Deshalb ist eine gute Vorbereitung das A und O für das Gelingen der Idee.


Seit einiger Zeit schon geht die Pippi- Darstellerin in Begleitung einer versierten Reiterin zum Pony Gino, um sich beschnuppern zu lassen und Vertrauen aufzubauen. Viele Reitstunden werden es sein, bevor Gino erstmals gemeinsam mit seiner Betreuerin zur Probe in den Wasenwald kommt.


Dann beginnt die behutsame Gewöhnung an die neue Umgebung und an unbekannte Menschen. Eine Garantie fürs Gelingen gibt es indes nicht. Heißt: Der Regisseur braucht einen »Plan B«.

 

Auch wenn für Gino schon ein ruhiger und gemütlicher Platz hinter den Kulissen geschaffen ist und sich alle auf ihn freuen – sein Wohlbefinden steht an erster Stelle! (eg)




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