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VON JÜRGEN SPIESS
REUTLINGEN. Zwar fiel der Überschuss für das abgelaufene Jahr etwas geringer aus, dafür konnte das Reutlinger Naturtheater einmal mehr einen neuen Zuschauerrekord verzeichnen: 33.500 Menschen kamen 2025 zu insgesamt 34 Vorstellungen in den Wasenwald und bescherten dem Amateurtheater »das beste Ergebnis der Vereins-geschichte«. Neben dem Jahresrückblick gaben die Verantwortlichen bei der Mitgliederversammlung auch Einblicke in die Vereins- und Jugendarbeit und berichteten über den aktuellen Stand des geplanten Bauprojekts »Betriebsgebäude«.
Mehrere Rekordzahlen
Nicht nur bezüglich ihres Publikumszuspruchs und des breit-gefächerten Programmangebots sucht die Reutlinger Freilichtbühne ihresgleichen. So konnte der erste Vorsitzende Rainer Kurze einen weiteren Rekordstand vermelden: Stand 1. März 2026 hat sich die Mitgliederzahl auf 347 erhöht und auch bei den Patenschaften gab es einen Zuwachs um vier auf aktuell 450 Patenschaften. Zudem konnte Kurze auf eine durchschnittliche Auslastung von über 90 Prozent für die beiden Eigenproduktionen verweisen (Kindertheater: 100 Prozent, Erwachsenentheater: 80 Prozent), die dem Amateurtheater einen Überschuss von 30.015 Euro – das entspricht rund 5.500 Euro weniger als 2024 – bescherte. Auch die ehrenamtliche Mithilfe von zahlreichen Mitgliedern trug zum Erfolg bei.
69 Mitglieder (davon 67 stimmberechtigt) kamen am Samstagnach-mittag ins Vereinsheim. Sie erfuhren, dass seit Dezember 2025 eine neue Homepage mit überarbeitetem Design bereitgestellt wurde. Weiter auf der Tagesordnung stand Tilmann Schecks Geschäfts- und Kassenbericht für das abgelaufene Jahr: Die Gesamtinvestitionen für 2025 betrugen knapp 116.000 Euro, für 2026 sind 90.000 Euro geplant: »Erfreulich ist«, so Tilmann Scheck, dass das Darlehen für die Zuschauerhalle über insgesamt 670.000 Euro 2025 zurückgezahlt werden konnte und somit für diesen Posten keine Restschuld mehr besteht. Die Zuschüsse vom Land Baden-Württemberg (30.525 Euro), dem Landkreis Reutlingen (16.560 Euro) und der Stadt Reutlingen (75.000 Euro) beliefen sich auf insgesamt 122.085 Euro.
Im Anschluss berichtete Rainer Kurze über den aktuellen Stand zum Bau des neuen Betriebsgebäudes, das sich zunehmend »als sehr komplexes Thema erweist«, erläuterte der erste Vorsitzende des Vereins.